Erste Dienstreise in der Ausbildung

Unsere Auszubildende Cora durfte das jetzt einmal miterleben. Mehr dazu erfährst du im folgenden Text von ihr selbst.
30. September 2026

Hallo, ich bin Cora und absolviere derzeit mein drittes Lehrjahr als Kauffrau für IT-System-Management. Im vergangenen Jahr habe ich in der Abteilung „Network Development“ gearbeitet. In dieser Abteilung werden hauptsächlich Studien für unsere Kunden aus der Automobilindustrie durchgeführt.

Hier ein kurzes Beispiel zum besseren Verständnis: Stell dir einen Autohersteller vor, der sein Händlernetz in einem Land ausbauen will, aber nicht weiß, wo sich ein geeigneter Standort für ein neues Autohaus befindet. Hier kommen wir ins Spiel, denn mithilfe unserer Studien können wir durch geografische Daten und mathematische Analysen den optimalen Standort für ein neues Autohaus ermitteln.

Die Einladung zum Workshop

Bevor wir eine Studie abschließen, setzen wir uns mit dem Kunden zusammen und besprechen sein Vorhaben. Diese Termine nennen wir Workshops und sie finden in der Regel online per Videoanruf statt oder, falls es organisatorisch möglich ist, auch vor Ort.

Und so kam es, dass mein Kollege Eric relativ spontan auf mich zu kam und mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, bei einem Workshop mit unserem Kunden in Amsterdam dabei zu sein. Natürlich musste ich nicht lange überlegen! Ich war bisher noch nie auf einer Dienstreise gewesen und in Amsterdam auch noch nicht. Also klar war ich dabei.

Die Vorbereitung

Zwei Tage bevor es losging, stellte ich mir die Fragen aller Fragen: Welches Outfit ziehe ich an?

Mit Jeans und T-Shirt würde das nichts werden. Also stöberte ich in meinem Kleiderschrank, bis ich eine Bluse, eine Anzugshose und Ballerinas gefunden hatte.

Die Anreise nach Amsterdam

Am Montagmorgen ging es endlich los. Mit fertig gepackter Tasche wartete ich startklar vor der Tür, bis mich mein Kollege Eric mit dem Mietwagen abholte.

Die Fahrt von Kassel nach Amsterdam dauerte ungefähr 4,5 Stunden. Die Zeit verging für mich wie im Flug, da ich total aufgeregt war und mir ständig Gedanken über den Kundentermin am nächsten Tag machte: Wie sollte ich reden, welche Vokabeln sollte ich nutzen und wie könnte der Tag ablaufen? Da war gar keine Zeit für Langeweile.

Als wir am späten Nachmittag in Amsterdam ankamen, stand als Erstes auf dem Plan, etwas zu essen zu finden, denn nach der langen Fahrt war der Hunger die größte Priorität. Nachdem wir uns noch etwas gestärkt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Hotel.

Nach dem Einchecken wollte ich den Abend trotzdem noch nicht direkt beenden und drehte daher eine kleine Runde durch Amsterdam. Viel mehr war an diesem Tag allerdings nicht drin – die Anreise hatte doch mehr Energie gekostet als gedacht. Also hieß es für mich relativ früh: ab ins Bett! Schließlich wollte ich am nächsten Morgen wieder einigermaßen fit und startklar sein.

Der Tag beim Kunden

Am Dienstagmorgen hieß es dann früh raus aus den Federn. Nach einem kurzen Frühstück checkten wir im Hotel aus und machten uns anschließend direkt auf den Weg zu unserem Kunden.

Die Fahrt dauerte zum Glück nicht lange, denn unser Hotel lag gerade einmal fünf Minuten vom Kundenstandort entfernt. Auf dem Betriebsgelände angekommen ging es direkt in die große Eingangshalle zum Empfang. Dort bekamen wir unsere Besucherausweise und warteten anschließend darauf, dass unser Ansprechpartner uns abholte.

Während wir warteten, konnten wir uns in Ruhe in der Eingangshalle umsehen. Sie war wirklich modern und ansprechend eingerichtet. Besonders interessant waren die Fahrzeugmodelle, die dort ausgestellt waren und die wir uns natürlich erst einmal aus der Nähe anschauen mussten.

Nach kurzer Zeit kam unser Ansprechpartner, begrüßte uns herzlich, führte uns in den für uns reservierten Besprechungsraum und wir konnten mit unserem Termin beginnen.

Der Termin dauerte ca. vier Stunden, verlief aber sehr gut. Es gab interessante Gespräche und Erkenntnisse, also insgesamt ein sehr erfolgreiches Meeting.

Die Mittagspause und der Firmenrundgang

Nach dem Termin stand dann erst einmal die Mittagspause auf dem Programm. Wir wurden in die Betriebskantine des Kunden eingeladen und verbrachten dort gemeinsam die Mittagspause. Besonders schön war dabei, dass wir die Gelegenheit hatten, uns auch persönlich etwas besser kennenzulernen und uns einmal über andere Dinge als die Arbeit auszutauschen. Eine willkommene Abwechslung zum sonst eher geschäftlichen Teil des Tages.

Nach der Mittagspause erhielten wir die Chance, nochmal mehr von der Firma sehen zu können. Ein Ansprechpartner bot uns nämlich einen Firmenrundgang an. Selbstverständlich nahmen wir dieses Angebot direkt an.

Wir konnten viele verschiedene Eindrücke sammeln, unter anderem, wie die Produktionshallen und die Werkstätten aussehen. Außerdem hatten wir die Möglichkeit, etwas über die Technik hinter den Motoren und Getrieben von einem Mitarbeiter zu erfahren, was auf jeden Fall sehr interessant war. Auch das war eine weitere gute Gelegenheit, um den Kunden einmal hinter den Kulissen näher kennenzulernen.

Das letzte Meeting und die Heimreise

Anschließend ging es wieder zurück in unseren Besprechungsraum, wo wir mit unserem letzten Meeting des Tages weitermachten.

Der Termin dauerte zwar nur etwa eine Stunde, war aber auch diesmal sehr produktiv und erfolgreich.

Und dann war es plötzlich schon so weit: Der letzte Termin war geschafft und es hieß Abschied nehmen. Wir verabschiedeten uns von unseren Ansprechpartnern und machten uns anschließend auf den Weg zurück nach Hause.

Mein Fazit

Zusammenfassend kann ich zu meiner ersten Dienstreise sagen, dass es eine sehr spannende, erfolgreiche und einfach tolle Erfahrung war.

Denn nicht nur die Termine liefen gut und die Kunden waren sehr nett, sondern ich hatte auch die Chance, meine Englischkenntnisse im beruflichen Umfeld auszuprobieren, was für mich ein großer Erfolg ist.

Ich bin sehr dankbar, dass ich in der Ausbildung die Gelegenheit hatte, mitzufahren und zu lernen, wie eine solche Reise abläuft und wie die Interaktion mit den Kunden vor Ort ist.